Kinder auf der Trauerfeier
- 3. Okt. 2024
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Sept. 2025

Darf ich vorstellen: Mein Mitarbeiter, der Trost-Affi.
Er kommt mit, wenn ich Trauerfeiern begleite, bei denen Kinder dabei sind. Sein weicher Bauch lädt ein zum Festhalten, Kuscheln, auch mal zum Draufboxen, wenn alles zu viel ist.
Manchmal fragen mich Angehörige, ob eine Trauerfeier nicht zu schwer sei für Kinder. Ob man sie nicht besser zuhause lassen sollte. Aber je näher ein Kind dem verstorbenen Menschen stand, desto wichtiger ist es, dass es den Abschied miterleben darf. Wenn wir sie ausschließen, nehmen wir ihnen einen ganz wichtigen Moment des Verstehens und Loslassens.
Natürlich brauchen die Kinder dabei gute Begleitung. Ein vertrauter Erwachsener zur Seite gibt Sicherheit, kleine Gesten geben Halt: Eine eigene Kerze anzünden. Ein selbst gemaltes Bild zur Urne legen. Lieblingsblumen mit ins Grab geben. Das lässt das Kind erleben: Ich kann aktiv etwas tun. Ich gehöre dazu. Wir machen das zusammen.
So können Kinder lernen: Abschied und Trauer sind Teil des Lebens. Und ja, auch wenn es wehtut - die Gefühle dürfen alle da sein, man kann drüber reden, man kann sie teilen. Die Tränen und den Schmerz genau so wie das Lächeln beim Denken an besondere Erinnerungen. Zusammen weinen. Zusammen auch lachen dürfen. Zusammen die Dankbarkeit fühlen, dass es diesen besonderen Menschen gab.

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